Bett, Belüftung, Verdunkelung

Matratzen

Eine selbst aufblasende Luftmatratze ist in sich sehr steif, bringt guten Schlafkomfort und nimmt im unbenutzten Zustand nicht viel Platz weg. Diese hier ist die Luxusvariante (Anklicken für mehr Infos):

Möchte man komfortabel liegen und kann in Kauf nehmen, dass man mehr Stauraum benötigt, ist eine Koffermatratze (mind. 10 cm dick!) eine Überlegung wert, wie diese hier (auch eine Kombination mit der Luftmatratze oben kann eine gute Option sein):

Von Vorteil ist, dass man sie auch mit einem normalen Bettbezug beziehen kann. Falls man nicht gerade unterwegs ist, leistet sie auch als Gästematratze gute Dienste. Bei passender Breite können auch zwei nebeneinander hingelegt werden, so dass beide etwas ungestörter schlafen können.

Bettgestell

Eine sehr komfortable Möglichkeit ist dieses Bettgestell (Klick aufs Bild für mehr Infos), das mit Federholzplatten ausgestattet ist:

Dieses Bettgestell eignet sich für viele Automodelle mit ausreichend langem Innenraum. Meist werden Anpassungen nötig sein, die aber leicht möglich sind. Die Stützen können leicht gekürzt werden oder neue, längere angefertigt werden. Dazu kann man einfach in ein entsprechend langes Rundholz eine Einschlagmutter M8 einpassen. Es kann auch überlegt werden, zusätzliche Stützen anzubringen, sofern die Hauptstützen keinen stabilen Halt finden. Unter diesem Bett ergibt sich außerdem noch etwas Stauraum.

Die Höhe von 25 cm passt in den meisten Kofferräumen prima rein. Die Breite beträgt 70 cm, so dass bestimmt noch Platz für das CampRack bleibt, andere Breiten sind aber auch erhältlich.

Belüftung

Zu achten ist auf eine ausreichende Belüftung.

Am einfachsten nutzt man dazu die vorhandene Klimaanlage. In einigen Elektrofahrzeugen gibt es eigens dafür einen Camp-Mode, der es ermöglicht, die Klimaanlage die gesamte Nacht laufen zu lassen. Bei anderen kann man die Klimaanlage zumindest so programmieren, so dass sie ein paar Mal in der Nacht anspringt.

Ergänzend oder alternativ gibt es weitere Möglichkeiten:  

Die Klappe beim Bus oder Kombi kann hinten mit einem Abstandshalter regensicher leicht geöffnet gehalten werden und dennoch verriegelt sein. Das sieht eingesteckt so in etwa aus (Klick aufs Foto für mehr Infos):

Die Klappe steht dann leicht ab, was so aussieht:

Der Nachteil dieser sehr günstigen Lösung könnte sein, dass Stechmücken diesen Spalt möglicherweise nutzen, um einzudringen. In der Praxis ist das allerdings noch nicht vorgekommen.

Ergänzend oder optional funktionieren „Scheibenstrümpfe“ sehr gut. Die Idee ist, dass man über die vollständig oder teilweise geöffneten Fenster der Fahrer- und/oder Beifahrertüren ein Sonnenschutznetz stülpt. Für regnerische Nächte ist dies jedoch weniger geeignet, allerdings werden die wohl auch nicht so warm sein. Die Belüftung ist jedenfalls sehr gut regulierbar und etwas Lichtschutz bieten sie auch noch. Eine perfekte Lösung zusammen mit dem Vorhang zum Verdunkeln unten:

Fensterstrumpf

Um den Lichtschutz sollte man sich allerdings noch etwas mehr Gedanken machen: 

 

Verdunkelung

Eine der wichtigsten Fragen beim Schlafen im Auto ist, wie man die Scheiben gut abdunkelt. Denn zum einen benötigt man einen Sicht- und zum anderen auch einen Lichtschutz – denn man möchte es so lange wie möglich dunkel haben, um ungestört schlafen zu können. Außerdem soll es abends auch schnell und unkompliziert aufgebaut sein. Wenn man wild campt, möchte man außerdem nicht sofort erkennbar sein.

Kauflösungen

Bei einigen Lösungen direkt vom Fahrzeughersteller, wie beim Caddy Beach und Multivan, werden (komischerweise) helle Stoffstücke verwendet, in deren Ränder Magnete eingenäht sind. Diese Werkslösungen sind zwar blickdicht, lassen aber noch recht viel Licht hinein. Außerdem gibt es kaum Wärmeisolation. Die Lösung für die Windschutzscheibe ist zudem sehr fummelig. Wenn das nicht stört, kein Problem. Möchte man aber optimieren oder sich überhaupt eine Verdunkelung anschaffen, gibt es hier andere gute Ideen.

Für einige Modelle wie den Caddy, T6, Crafter und LT gibt es schon fertige Magnetthermomatten, wie von diesem Anbieter. Richtig günstig ist das aber nicht. Per Klettverschluss bietet es dieser Hersteller für den Caddy und VW-Bus an.

Eigenbau

Windschutzscheibe, Türen

Passend für viele Autos ist der universelle „Verdunkelungsvorhang„, mit dem die Scheiben der Türen hinten durch das Andrücken der Saugnäpfe sehr gut abgedunkelt werden können (auch wenn man mit Kindern unterwegs in Ferienwohnungen oder Hotels ist, sehr praktisch). Wenn man außerdem zwischen den Haltegriffen vorn eine Verbindung herstellt, z.B. mit einem Spanngurt oder einfach einem Band, und das Ende dort mit den Klettverschlüssen aufhängt wie an einer Wäscheleine, ist sogar eine vordere Rundum-Verdunkelung schnell herstellt. Das sollte man rechts und links machen, also wären zwei „Verdunkelungsrollos“ erforderlich. Somit spart man sich aber auch die Abdunkelung der Türfensterflächen und der Windschutzscheibe (hier im ID.4).

Natürlich ist es sinnvoll, die Gegebenheiten im Fahrzeug auszunutzen. Im Caddy ist beispielsweise über den Vordersitzen eine Ablagefläche, in denen man den Vorhang einfach hineinlegen kann und mit Steinen beschwert. Seitlich kann der Vorhang per Saugnäpfen an die Seitenscheibe befestigt werden:

 

Dieser Sichtschutz liefert im Set sogar auch noch eine Stange mit.

 

Außen zu befestigen, aber nicht ganz so lichtdicht, wäre diese „erweiterte“ Frostschutzabdeckung, die den vorderen Bereich inklusive der Seitenscheiben vorn und das kleine Dreieckfenster verdunkeln. Das ist schnell angebracht und relativ günstig (aufs Foto klicken für mehr Infos):

Hier ausprobiert am Touran. Auch für andere Fahrzeuge ist das aber passend. Für Sondergrößen wie für den Bulli gibt es ebenfalls Lösungen. So muss man sich nur noch zu den restlichen Scheiben Gedanken machen:

Pappe/Folie

Mit diesen Saugnäpfen mit Schraubgewinde können zugeschnittene Papp- oder Folienelemente befestigt werden. Dazu sollte man mindestens zwei Löcher je Verdunkelungslelement vorsehen und die Haken einfach durchstecken und festschrauben:

 

Das kann dann so aussehen (am Besten vorher ein Muster mit einem größeren Papierstück anfertigen und danach die Pappe ausschneiden):

Je nach Fahrzeug kann es auch eine gute Lösung sein, mit Klettverschlüssen zu arbeiten. Entweder punktuell (direkt auf der Scheibe) oder in etwas längerer Ausführung auf den Rahmen geklebt. Falls erforderlich ist, diese wieder zu entfernen, sollte man an einer versteckten Stelle vorher ausprobieren, ob diese wieder rückstandslos zu entfernen sind.

Zusätzlich wärmeisolierend wäre diese stabile Folie, die sich gut verarbeiten lässt und ebenfalls mit Saugnäpfen oder Klettverschlüssen schnell an der Scheibe befestigt ist (Klick aufs Foto):

Wenn man als Camper nicht gleich durch helle Scheibengardinen erkannt werden möchte, kann man die Stoff- oder Kartonfarbe in dunklen Farben halten (einfach schwarz übersprühen). Die hinteren Scheiben sind oft vom Werk aus sowieso schon verdunkelt, so dass es dann kaum nötig ist.

Sinnvoll bei der Verwendung von Thermofolien kann auch sein, die Elemente so groß zu machen, dass die Ränder auf der Gummidichtung des Fahrzeugs aufliegen können und bei Schließen gegen die Tür gedrückt werden. Somit entsteht ein geschlossener Raum, der zusätzlich isoliert. Die reflektierende Seite (falls man nur eine hat) dabei immer in Richtung Wärme ausrichten, somit bleibt die Wärme im Sommer draußen und sonst innen.

Stoff

Eine ebenfalls gute und dauerhafte Lösung ist entsprechend zugeschnittener, wärmereflektierender Stoff. Es empfiehlt sich, die Ränder zu umnähen, damit der Stoff nicht ausfusselt und das Element in sich stabiler wird – bei der Gelegenheit könnten auch Magnete eingenäht werden. Die Montage funktioniert aber auch mit Saugnäpfen oder Klettverschlüssen (s.o.)

 

Beleuchtung

 

Dieser Lichtschlauch ist sehr vielseitig am und im Fahrzeug einsetzbar. Es kann im Beutel als Lampe, oder als LED-Kette mit drei Magneten oder extra Schlaufen befestigt werden. Zur unabhängigen Verwendung ist noch eine Powerbank erforderlich:

Außen kann das dann so aussehen:

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