Verdunkelung zum Schlafen im Auto

Eine der wichtigsten Fragen beim Schlafen im Auto ist, wie man die Scheiben gut abdunkelt. Denn zum einen benötigt man einen Sicht- und zum anderen auch einen Lichtschutz – denn man möchte es so lange wie möglich dunkel haben, um ungestört schlafen zu können. Außerdem soll es abends auch schnell und unkompliziert aufgebaut sein. Wenn man wild campt, möchte man außerdem nicht sofort erkennbar sein.

Kauflösungen

Bei einigen Lösungen direkt vom Fahrzeughersteller, wie beim Caddy Beach und Multivan, werden (komischerweise) helle Stoffstücke verwendet, in deren Ränder Magnete eingenäht sind. Diese Werkslösungen sind zwar blickdicht, lassen aber noch recht viel Licht hinein. Außerdem gibt es kaum Wärmeisolation. Die Lösung für die Windschutzscheibe ist zudem sehr fummelig. Wenn das nicht stört, kein Problem. Möchte man aber optimieren oder sich überhaupt eine Verdunkelung anschaffen, gibt es hier andere gute Ideen.

Für einige Modelle wie den Caddy, T6, Crafter und LT gibt es schon fertige Magnetthermomatten, wie von diesem Anbieter. Richtig günstig ist das aber nicht. Per Klettverschluss bietet es dieser Hersteller für den Caddy und VW-Bus an.

Eigenbau

Windschutzscheibe, Türen

Passend für viele Autos ist das universelle „Verdunkelungsrollo“ von Gro-Anywhere-blind, mit dem die Scheiben der Türen hinten durch das Andrücken der Saugnäpfe sehr gut abgedunkelt werden können (auch wenn man mit Kindern unterwegs in Ferienwohnungen oder Hotels ist, sehr praktisch). Wenn man außerdem zwischen den Haltegriffen vorn eine Verbindung herstellt, z.B. mit einem Spanngurt oder einfach einem Band, und das Ende dort mit den Klettverschlüssen aufhängt wie an einer Wäscheleine, ist sogar eine vordere Rundum-Verdunkelung schnell herstellt. Das sollte man rechts und links machen, also wären zwei „Verdunkelungsrollos“ erforderlich. Somit spart man sich aber auch die Abdunkelung der Türfensterflächen und der Windschutzscheibe (hier im ID.4).

Außen zu befestigen, aber nicht ganz so lichtdicht, wäre diese „erweiterte“ Frostschutzabdeckung, die den vorderen Bereich inklusive der Seitenscheiben vorn und das kleine Dreieckfenster verdunkeln. Das ist schnell angebracht und relativ günstig (aufs Foto klicken für mehr Infos):

Hier ausprobiert am Touran. Auch für andere Fahrzeuge ist das aber passend. So muss man sich nur noch zu den restlichen Scheiben Gedanken machen:

Pappe/Folie

Mit diesen Saugnäpfen mit Schraubgewinde können zugeschnittene Papp- oder Folienelemente befestigt werden. Dazu sollte man mindestens zwei Löcher je Verdunkelungslelement vorsehen und die Haken einfach durchstecken und festschrauben:

Je nach Fahrzeug kann es auch eine gute Lösung sein, mit Klettverschlüssen zu arbeiten. Entweder punktuell (direkt auf der Scheibe) oder in etwas längerer Ausführung auf den Rahmen geklebt. Falls erforderlich ist, diese wieder zu entfernen, sollte man an einer versteckten Stelle vorher ausprobieren, ob diese wieder rückstandslos zu entfernen sind.

Zusätzlich wärmeisolierend wäre diese stabile Folie, die sich gut verarbeiten lässt und ebenfalls mit Saugnäpfen oder Klettverschlüssen schnell an der Scheibe befestigt ist (Klick aufs Foto):

Wenn man als Camper nicht gleich durch helle Scheibengardinen erkannt werden möchte, kann man die Stoff- oder Kartonfarbe in dunklen Farben halten (einfach schwarz übersprühen). Die hinteren Scheiben sind oft vom Werk aus sowieso schon verdunkelt, so dass es dann kaum nötig ist.

Sinnvoll bei der Verwendung von Thermofolien kann auch sein, die Elemente so groß zu machen, dass die Ränder auf der Gummidichtung des Fahrzeugs aufliegen können und bei Schließen gegen die Tür gedrückt werden. Somit entsteht ein geschlossener Raum, der zusätzlich isoliert. Die reflektierende Seite (falls man nur eine hat) dabei immer in Richtung Wärme ausrichten, somit bleibt die Wärme im Sommer draußen und sonst innen.

Stoff

Eine ebenfalls gute und dauerhafte Lösung ist entsprechend zugeschnittener, wärmereflektierender Stoff. Es empfiehlt sich, die Ränder zu umnähen, damit der Stoff nicht ausfusselt und das Element in sich stabiler wird – bei der Gelegenheit könnten auch Magnete eingenäht werden. Die Montage funktioniert aber auch mit Saugnäpfen oder Klettverschlüssen (s.o.)

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