Auf die Toilette am/im Auto

Manchmal stellen die menschlichen Bedürfnisse den Outdoor-Liebhaber doch vor Probleme. Damit man sich nicht dann doch das weiße Dickschiff mit eingebauter Toilette herbeisehnt, sollte man sich vorher Gedanken gemacht haben.

Die einfachste Lösung ist freilich eine öffentliche Toilette. Leider ist die gerade dann nicht zu sehen, wenn man eine braucht.

Klar, da kommt man schnell auf die Idee, eine Chemietoilette ins Auto zu stellen.

Das kann man machen, man gönnt sich ja sonst nichts. Es ist auf dem ersten Blick auch recht bequem, aber man muss mit chemischen Mitteln hantieren, relativ viel Geld ausgeben und Platz im Auto vorhalten.

Günstiger ist einfach ein Eimer mit einem Deckel, der an eine Kloschüssel erinnert (auf Foto klicken):

Hinein kommt eine handelsübliche Plastiktüte mit etwas Katzenstreu zur Flüssigkeitsaufnahme – und fertig ist die Nottoilette.  Nach dem Klogang knotet man die Tüte zu und entsorgt sie bei der nächsten Gelegenheit. Verwendet man kompostierbare Tüten, darf man sie auch vergraben.

Apropos vergraben: Hält man sich in der Natur auf, kann man sich auch daran begeben, eine tiefere Grube zu graben (mind. 50 cm), sein Geschäfts zu erledigen und anschließen wieder Erde darüber zu schütten. Das geht beispielsweise mit einem handelsüblichen Klappspaten.

Wenn man schon eingekuschelt in seinem Schlafsack oder unter der Bettdecke liegt, wird es mühsam, sich möglicherweise in großer Zeitnot wenigstens Schuhe zu suchen und das Auto verlassen zu müssen. Hier bieten sich zumindest für das kleine Geschäft Urinbeutel an. Dabei ist in den Beuteln ein Pulver, das fest wird, wenn es Kontakt mit Flüssigkeit bekommt. Damit ist sichergestellt, dass nichts auslaufen kann. Außerdem wird der Beutel natürlich geruchsdicht verschlossen. Am nächsten Morgen kann der Beutel dann bequem im Restmüll entsorgt werden. Allerdings ist diese Variante wenig umweltfreundlich, da viel Müll anfällt, und sollte nur im Notfall verwendet werden.

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